Dirac XT Midi Fermat Descartes II Stra To Cauchy 2

Fermat

Entwicklungsgeschichte der Fermat

Eine Box mit ausreichend Bass und mit hohem Wirkungsgrad - das war der Wunsch einer Reihe von Kunden. Die Wahl fiel nicht schwer. Nachdem in den vorangehenden Newslettern 25 cm Tieftöner zum Einsatz kamen, waren nun 20 cm angesagt. Dazu einen Hochtöner ohne Schärfe mit hohem Wirkungsgrad: Alcone AC 15.

Zuerst wurde darüber diskutiert, wie man einen Wirkungsgrad über 90 dB bei (2,83V/1m) am besten erreicht. Eine einfache Lösung ist das parallel Schalten zweier Tieftöner, da man hier bei vorgegebener Spannung nicht nur 3 dB wegen der doppelten Leistung (beide nehmen ja Leistung auf), sondern sogar 6 dB gewinnt, wenn sie in Phase spielen (Aus unseren Diskussionsseiten kennen Sie die Theorie dazu). Man erhält somit eine Verdoppelung des Wirkungsgrads.

Wie sollen die Lautsprecherchassis nun angeordnet werden? Eine d'Appolito-Anordnung mit 2-Wege-Weiche ist für derart große Tieftöner sicher ungeeignet; der Hochtöner müsste tief angekoppelt werden, was ihn sicher überfordert.

Eine 3-Wege-Lösung lässt die beiden Tieftonlautsprecher nicht zusammen spielen, womit wir die oben genannten 3 obzw. 6 dB nicht gewinnen.

Somit haben wir eine 2 1/2 Wege Lösung gewählt, bei der der Mittel- und der Tieftöner über den größten Frequenzbereich parallel spielen.

Hier hat uns die Linearität im Frequenzgang des AC 8 HE Probleme bereitet; denn er ist über den gesamten genutzten Bereich ähnlich laut. Das Problem dabei: Im mittleren Frequenzbereich wo ein AC 8 HE alleine spielt, ist der Wirkungsgrad nicht ausreichend.

Im Bild unten ist in violettem Kurvenzug ein AC 8 HE gezeichnet, der bei 2,2 kHz abgetrennt wird; daneben in blau ein AC 8 HE bei Trennung um 1,4 kHz. Die grüne Kurve gibt den Frequenzgang des Hochtöners wieder. Durch die Überlagerung der Lautsprecher ergibt sich die höher liegende, rot dargestellte Kurve.

Dort, wo nur noch ein Lautsprecher den Schalldruck erzeugt fällt die rote Linie auf die Höhe des einen Lautsprechers ab (im gesamten Hochtonbereich). Ist der Bereich des Mitteltöners, wo nur er wieder gibt breiter, so fällt der Schalldruck ebenso auf die Höhe der violetten Linie ab.

Der Übertragungsbereich in dem nur der Mitteltöner spielt, durfte somit nicht zu eng gewählt werden - oder anders ausgedrückt: Der Tieftöner musste im Frequenzgang fast bis zum Hochtöner hinauf reichen, da sonst der Pegel in Übergangsbereich zu weit abgefallen wäre. Fermat
Bild 1: Frequenzgang der einzelnen Lautsprecher und Gesamtfrequenzgang der Fermat.

Die hohe Trennung des Tieftöners lies anfangs viele Diskussionen aufkommen, jedoch im Vergleichstest mit den anderen Boxen war dies nicht als Nachteil erkenn- oder hörbar.

Die Frequenzweiche

Fermat
Bild 2: Frequenzweiche zur Fermat

Gemäß den Messungen die mit Clio an der fertigen Box durchgeführt wurden wurde die Weiche simuliert und aufgebaut. Fermat

Dabei wurde darauf geachtet, dass alle Lautsprecher im jeweiligen Übergangsbereich in Phase spielen, jeweils zwei Lautsprecher haben im Kreuzungsbereich einen um 6 dB erhöhten Schallpegel gegenüber den einzelnen Lautsprechern - der Phasenübergang ist dann perfekt.

Das Gehäuse

Das Gehäuse sollte möglichst gut verstrebt sein um unanfällig gegenüber Schwingungen zu sein.

Dazu wurde es mit Brettchen versehen, die jeweils 4 Fenster haben - somit sind die Versteifungsbrettchen keine Hindernis für die Luftzirkulation, jedoch haben sie eine hohe versteifende Wirkung für das Boxengehäuse.

Es wurden zwei Brettchen eingebracht, die mit leicht unterschiedlichem Abstand montiert wurden, so dass sich keine Schwingungsbäuche ausbilden können.
Alle weiteren Informationen finden Sie
in der Fermat-Beschreibung     der Baubeschreibung     oder bei den Messwerten    

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