Oka   Standlautsprecher aus Zeitschrift K+T 5/2014

technische Daten:
  • Impedanz: 4 Ohm
  • Kennschalldruck (2,83V/1m): 91 dB
  • Maße (HxBxT): 1200 x 550 x 300 mm
  • Frequenzbereich (-8dB): 35 - 30000 Hz
  • Trennfrequenz(en): 1800 Hz
  • Prinzip: Bassreflexbox

Oka ist ein Lautsprecher, der direkt an die Wand gestellt wird. Die meisten käuflichen Lautsprecher sind hingegen dafür konzipiert, etwas Luft im Rücken zu haben. Der Unterschied liegt nicht nur in der Gehäuseform, sondern auch in der Abstimmung des Lautsprechers, da die umgebenden Wände sich nicht passiv verhalten, sondern die Abstrahlcharakteristik des Lautsprechers wesentlich beeinflussen.

Oka hat einen Standfuß, der nach vorn über steht, damit der Wandlautsprecher nicht umfallen kann (In Zeitschrift Klang+Ton wurde er vom Montageteam nach Eintreffen der Lautsprecher aus Versehen falsch herum montiert). Ohne Fuß ist der Lautsprecher 13 cm tief.

Oka ist als Bassreflexlautsprecher konzipiert, die ihre Bassreflexöffnungen nach unten hat. Um den Abstand zum Boden sicher zu stellen hat sie zusätzlich einen Standfuß. Möchte man den Lautsprecher an die Wand hängen, so ist dies auch möglich; der Standfuß wird dann nicht benötigt. In jedem Fall sollten die beiden Front-Lautsprecher nicht zu weit auseinander aufgestellt werden; ist der Abstand so groß wie die Entfernung zum Hörer, so sollten die Gehäuse spiegelsymmetrisch gebaut werden; die Lautsprecher sollten dann innen angeordnet sein.

Oka enthält Wavecor Lautsprecher: Eine 30 mm Kalotte, die von zwei 15 cm Tieftönern umgeben wird.

Die Frequenzweiche besteht aus einem Hochpass 2. Ordnung (12 dB/Oktave) und einem Tiefpass 2. Ordnung (12 dB/Oktave). Sowohl die Hochtonkalotte als auch die beiden Tieftonlautsprecher werden im Frequenzgang noch geringfügig durch zwei Saugkreise linearisiert.

Der Frequenzgang ist unter 15 Grad oder auf Achse recht eben. Die nichtlinearen Verzerrungen sind bei 85 dB Schalldruck noch als gering zu bezeichnen (oberhalb von 250 Hz fast durchweg unter 0,5%); das Zerfallsspektrum ist fehlerfrei.

Ein Ausschnitt aus dem Klang+Ton Hörtest

... "Will sie jetzt unbedingt eine Wand im Rücken haben? Wenn man nicht gerade Daft Punks "Random Access Memories" auflegt, dann - ja. Mit dem letztjährigen Erfolgsalbum der beiden französischen Elektronikkünstler gibt's so etwas wie "zu wenig Bass" erfahrungsgemäß nicht, auch bei der frei im Raum stehenden Oka nicht. Allerdings: Da geht noch was. Schieben wir die Lautsprecher direkt vor die Mauer, soweit die Bodenplatte des Standfußes es eben zulässt, (Anmerkung der Produzenten: Fuß wurde zum Test leider falsch herum montiert) dann macht sich schon bemerkbar, dass da noch "Luft nach unten" war. Parallel zur und direkt an der Wand ist aber nur die zweitbeste Aufstelloption, ein wenig auf den Zuhörer einwinkeln schadet dem Tiefton praktisch nicht, hilft der Raumabbildung aber merklich: Mit innen angeordneten Treibern produziert die Oka so einen riesigen Raum mit perfekter Ortung, was insbesondere bei so verspielter Musik wie besagtem Daft-Punk-Album ziemlich spektakulär wirkt. Ansonsten liegt die Box tonal auf der leicht warmen Seite. Sie tönt satt, rund und angenehm. Der Hochtöner klingt seidig, kräftig, versucht aber keine "Höhenrekorde" aufzustellen. Prima, das passt so. Die beiden Fünfzehner sind - zumal mithilfe der Wand im Rücken - dynamisch jederzeit Herr der Lage und spielen zudem einen schön prägnanten und differenzierten Stimmbereich. Was erstaunlicherweise trotz des knackigen Wirkungsgrades nicht schadet: ein wenig Leistung. Die Oka will am liebsten mit einem knackigen Transistor betrieben werden, dann läuft sie zur Höchstform auf und macht mit ihrem kräftigen, absolut alltagstauglichen Charakter ohne jeden Anflug von Nervigkeit auf sich aufmerksam. Guter Lautsprecher!"

Preis für ein Paar kundenspezifische Lautsprecher mit beliebiger Farbe EUR 3660,34 ohne MwSt: € 3155.47 / $ 3691.89

 

 

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